Klo – wo?

Warum haben wir fast zwei Wochen lang nichts mehr geschrieben? Wir haben zwar ein paar Sachen fürs Ruinchen erledigt, aber wegen Job und co einfach zu wenig Zeit fürs Werkeln am Haus gehabt. Heute hats endlich wieder geklappt, ich hab echt Entzugserscheinungen, wenn ich nicht alle paar Tage was werkeln darf 🙂

Also holen wir mal nach, was bisher geschehen ist…

Auf der Kamera waren noch die Bilder vom 20. Juli, da habe ich den bösen Audrey II-Ablegern (vorerst…) den Garaus gemacht. Dazu hier das Beweisfoto, diesmal mit Spaten- und Fritz-Messung:

Die andere Wurzel war deutlich kürzer, musste aber natürlich einen ganz anderen Weg nehmen.

Letzte Woche war ein Elektriker da, der mit unserem Architekten die ersten Ideen für die Stromversorgung diskutiert hat (wo kommt der Zähler hin, wo die Hausverteilung, wie erdet man das ganze). Und der mir einen leichten Schreck eingejagt hat: Wider Erwarten hat das Haus immer noch Strom! Allerdings nur bis zum Übergabepunkt, von dem ich mich sowieso ferngehalten habe. Wieder was gelernt: Stromversorger klemmen Häuser nicht irgendwo in der Straße ab, sondern im verplombten Übergabepunkt im Haus. Nächste Woche werden wir wohl einen Baustromverteiler bekommen, dann können wir endlich mehr mit den Elektrogeräten anfangen.

Am 28. konnten wir unseren Anhänger abholen, gestern haben wir damit die ersten zwei Fuhren zum Schrotthändler gefahren. Dessen Großvater hat übrigens das Geschäft vor knapp 90 Jahren im Hof hinter unserem Haus gegründet – zum Glück ist der Schrottplatz jetzt knapp 2 Kilometer entfernt :-). Wir haben für „Mischschrott“, „Schmelz“, „Kupferkabel“ und „Kupfer schwer“ fast 50 Euro eingenommen – und knapp 13 Euro für „Baumischabfall Kleinmengen“ ausgegeben. In Zukunft werden wir wohl leider immer Geld mitbringen müssen.

Zumindest habe ich heute einiges an „Baumischabfall“ produziert. Im ersten Geschoss ist viel Lehmputz locker und musste runter – leider ist der Putz mit Stroh und Kalkputz oder Farbe verdreckt, den werden wir wohl nicht aufheben sondern entsorgen. Aber noch mehr Schutt gabs beim Klo-Entsorgen.

Im Flur wurde irgendwann in den letzten 80 Jahren diese „wunderschöne Gästetoilette“ eingebaut, unpraktisch schmal und einfach im Weg. Im Hintergrund sieht man übrigens einen der üblichen Falschparker, die nicht kapieren wollen, dass man in einer Spielstraße nur an eingezeichneten Plätzen parken darf. So stehen sie fröhlich auch gern mal vor unserem Vorplatz, echt bekloppt unschön, wenn man mit dem Anhänger raus will. Zurück zum Thema.

Die Daten vom Foto zeigen, dass keine sieben Minuten später die Wand weg war. Samt vorsichtigem Entfernen der Glasscheibe. Im Hintergrund sieht man unser Hängerheck – und einen anderen Parkplatz-Dödel (der hier steht direkt vor den Bänken an der Kirchmauer). Etwas länger hats gedauert, bis dann der Türrahmen und ein paar Fliesen und Teile vom Sockel weg waren.

Schaut doch viel breiter aus, oder? (Man beachte: neuer Falschparker. Merkt man, dass die uns nerven?) Dem Rest vom Sockel werde ich mit Bohrhammer und Meißel auf den Pelz rücken – wenn wir Strom haben.

8 comments to Klo – wo?

  • Ole

    Ich habe gehört, dass brennende Grillanzünder, direkt auf die Reifen platziert, eine sehr effektive Methode sind um Falschparker endgültig zu beseitigen. Nein, Kinder, versucht das bitte nicht zu Hause mit Mamis Auto 😀 .

  • Ole, Ole… ts! Was sollen Deine Kinder denken? Etwa das: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/4/display/21117161 …?

    Wobei: Ich habs heute mit nettem Hinweis versucht, weil ein älterer Autofahrer direkt vorm Tor zur Kirche geparkt hat. War zwecklos. Er hat mich angeschnautzt, dass er „schwerbehindert“ wäre wegen einer OP. Komischerweise ist er da grade locker auf mich zugelaufen. Auch den Hinweis dass das eine Spielstraße wäre und kleine Kinder rumlaufen, die man hinter den geparkten Autos nicht sieht: egal. Immerhin hat er knurrend sein Auto fünf Meter weiter links geparkt (da ist auch Parkverbot, aber er steht wenigstens nicht direkt vorm Tor).

    Ansonsten schon mal vorab: Wir haben zwar einen Baustromkasten, aber noch keinen Strom. Dazu fehlt noch der Stromzähler und das letzte „go“ vom Stromversorger. Und: Der Anhänger ist grad voll mit Bauschutt, der soll in den nächsten Tagen zum Recyclinghof. Nur der Schutt, nicht der Hänger…

  • So, der Anhänger ist wieder leer. Merke: Anhänger recht voll mit Bauschutt, schweren wie leichten Steinen: 860 Kilo, knapp 20 Minuten zum Runterschaufeln, 22 Euro für die Entsorgung. Ergebnis: Das Haus wird langsam etwas leerer und übersichtlicher. Passt.

  • Annette

    Respekt, Respekt – vor der Schaufelleistung! Freue mich schon drauf, Euer übersichtlicher werdendes Haus dann mal zu besuchen, wenn wir hier aus Schweden zurück gekehrt sind, wo wir grad die Ruhe und das Ausspannen von Arbeit jedweder Art geniessen …. Griesli auch an Angelika!

  • […] und das Klo, welches von uns so schnöde abgerissen wurde, ja, das war Schauplatz einer regen Geschäftstüchtigkeit – in jeder Hinsicht […]

  • […] of the Gäste-Klo Geschrieben von Dirk am 6. November 2010 Vielleicht erinnert sich jemand noch daran: Zwischen […]

  • Tille

    Die Falschparker waren damals schon so frech, dass sie direkt vor der Haustuer ihr Auto anstellten. Da konnten wir manchmal nur „seitlich“ an die Tuer…..dann hatte mein Opa die Nase voll und hat einen Zaun gebaut.

  • […] auf unser Blog locken – nachdem grad schon jemand auf der Suche nach “Horrorfilm Spaten” auf unser Blog gekommen ist. Aber wir wollen hier ja nicht das “Kuriose […]

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