Neue Hausaufgabe: Decken runter

Wir hatten diese Woche einen „Hausbesuch“ mit unserem Architekten und einem Weißbinder, bei dem wir eine weitere „Hausaufgaben“ bekommen haben: Der Lehmputz an allen Decken ist so marode, dass er runter muss.

An den Stellen, wo der Rest dann „oben“ bleibt, bleibt er dran – das sind meist die Stellen, wo Holzbretter die nächste Schicht bilden. Runter müssen dagegen die Lehmsteine, mit denen ein paar der Deckenfelder gefüllt sind.

Die Lehmsteine haben sich schon so weit bewegt, dass sie nur durch ein Wunder oder Antigravitation gehalten werden. Oder unsere Hausgeister aus dem unteren Keller pappen die nachts immer wieder fest. Egal wie: seit gestern Abend sind’se runter!

(Im Bild sieht man übrigens unseren Baustromanschluss, der aber noch auf das „go“ des Stromversorgers wartet – noch heißt es Spitzhacke statt Bohrhammer…)

Heute hatte ich dann super Unterstützung von einem jungen Ingenieur, der nach kurzer Einweisung selbstständig aus drei alten Fußleisten eine Schuttrinne oder Schuttrutsche gezimmert hat – klasse Job!

Hier sieht man nicht nur die Schuttrinne, sondern auch einen kleinen Teil vom Jungingenieur-Elternhaus und unseren Anhänger. Es ist doch kein Humbaur oder Böckmann geworden, wie ich mal gedacht habe, sondern ein Pongratz Überlader mit winzigen Rädelchen, dafür aber 1,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und vier klappbaren Bordwänden. Tolles Spielzeuch 🙂

Zurück zur Hausaufgabe: Der fleißige Jungingenieur hat dann mit Engelsgeduld Eimer für Eimer in die Rinne gekippt, die der olle Ingenieur – also ich – mit Schutt vollgeschaufelt hat.

Nun ist der Anhänger voll mit Schutt, morgen heißt es daher früh aufstehen und Schutt wegfahren. Echt genial, dank der tollen Unterstützung ist die Decke vom großen Raum im ersten Geschoss „sauber“ und der Raum auch.

Nettes Schmankerl am Rande: Jung- und Alt-Ingenieur versuchten recht wenig erfolgreich, den Anhänger rückwärts hoch ans Haus zu schieben. Im Anhänger schieben um 500 Kilo Schutt aus der Flurdecke nach unten, zwei nicht sonderlich stämmige Ingenieur’le mit zusammen so 110-120 Kilo „Kampfgewicht“ nach oben. Daraufhin bleibt ein BMW vorm Haus stehen, ein bisher unbekannter netter Mann steigt aus und hilft beim Hochschieben. Herzlichen Dank nochmal! Es gibt Gründe, warum wir Butzbach und die Butzbacher mögen 😉

9 comments to Neue Hausaufgabe: Decken runter

  • Ole

    Wie viele Ingenieure mit (insgesamt) 120kg Kampfgewicht braucht man um eine Lehmdecke zu entfernen ? Jetzt wissen wir es 😀 .

    Der Anhänger ist natürlich klasse. Ich hätte mir auch mal einen zulegen sollen aber irgendwie ist das an mir vorbeigezogen. Schön, dass noch so viel drinnen bleiben kann. Bei uns ist aus „Decke abschaben“ schnell „Decke komplett entfernen“ geworden.

    Grüße aus Eberholzen!

  • Das Entfernen der Decke war im Obergeschoss nicht sooo schwer (Spaten unter den Lehmputz schieben/knallen/murksen, Lehmputz samt festgenagelten Holzleisten runterhebeln), das gibt Muckis und staubt furchtbar effektiv (Maske ist Pflicht!). Aber: Das Wegräumen danach ist recht aufwändig. Ich freue mich schon auf das 2. Obergeschoss, dafür ist die Rinne nämlich zu kurz…
    Das mit dem Anhänger war so eine typische Entscheidung: Entweder gleich am Anfang anschaffen oder gar nicht. Wenn wir das Ding am Ende halbwegs gut verkaufen können, rechnet sich das sicher. Wird der Anhänger aber geklaut oder ich fahre x mal die winzigen Reifen kaputt, schauts schlechter aus. Wir werden sehen und berichten 🙂
    Grüße zurück aus Frankfurt!

  • Ole

    Oh ja! Was wir an Masken durchgejubelt haben *seufz*. Ich kann die 3M Typ 9332 sehr empfehlen. Leider sind die recht teuer – selbst online. Ich hatte damals mal eine Lieferung von 20Stk. aus Irland gekauft. Identisches Produkt zu einem Viertel des Preises.

    Für das zweite Stockwerk muss der Jungingenieur dann noch eine zweite Rutsche mitsamt Steckkopplung an die erste konstruieren 😉 .

    Frohes Schaffen!

  • Anja

    Kein Problem für den Jungingenieur, wenn er die Steckkopplung löten kann (denn eigentlich ist der Lötkolben gerade sein Lieblingswerkzeug…)

  • Anja: Also ich glaub Löten ist da nicht so sinnvoll… vielleicht haben aber Akkutacker, Multisäge, Bohrhammer und co auch ihren Reiz? (Die Flex drücken wir dem Jungingenieur vielleicht besser nicht in die Hand… 🙂 )
    Ole: Ich hab gestern mal meine „besseren“ Masken getestet, war eine 3M 9322 (also FFP2 statt FFP3 / 9332). War deutlich besser als die einfache Maske – und sollte eigentlich ausreichen, da wir nur fiesen Staub im Haus haben, aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine giftigen / schädlichen Sachen wie Asbest und co.

  • Anja

    Hmmm, Dirk, aber kaum sitzt dr Jungingenieur zuhause auf dem Sofa – frisch entstaubt -, durchwühlt er nur den Katalog eines Elektronik-Lieferanten immer nur nach Lötkolben durch. Da hat dein Reservoir an Werkzeugen noch nicht ganz überzeugt… Aber, er wird bestimmt weiter bei euch helfen! Auch ohne Lötkolben!

  • […] dann zumindest klar, dass ich heute Abend keine Lehmbatzen mehr aus dem 2. Stock in den Anhänger runterrutsche – will ja keine Sachbeschädigung riskieren. Zumindest Anja wird froh sein, dass ich ihre […]

  • […] neue und so deutliche Veränderung verdanken wir dem Weißbinder, der die Gefache zuerst mit weißem… irgendwas gestrichen hat (ich muß nochmal fragen was […]

  • Kleines Update nach zwei Jahren: Der Anhänger mit den lütten Rädern hat sich sehr bewährt – und seinen ersten TÜV (ok, HU) ohne Probleme hinter sich für 45 Euro. Und ich habe vor kurzem ebenfalls eine neue Lötstation gekauft (jepp, fürs Hühnerfutter 🙂 ).

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