Warm solls werden…

… aber wie? Zur Zeit planen wir unter anderem, wie wir unser Ruinchen heizen wollen, wenn denn erst mal alle Gefache zu sind – noch gibt’s dazu ja nur einen fetten 15kW Heizlüfter und der Schornstein ist ja auch weg…

[Die folgenden Absätze zeigen, wie wir (ok, ich 😉 ) langsam und ziemlich stur immer mehr über Heizung und Mikro-BHKW nachgedacht haben. Am Ende ist die Entscheidung gefallen: Wir haben ein Vaillant ecoPower 1.0 bestellt – mehr dazu unter hier. Und „dank“ Sicherheitsleck wurde das ganze ja noch viel spannender… Aber nun: der lange Weg Richtung ecoPower…]

Nachtrag für diejenigen, die direkt über diesen Artikel gestolpert sind: Unser Ruinchen ist ein wenig speziell… quasi der Antipode zu einem für viel Geld neu gebauten Passivhaus…  und damit nicht nur heizungstechnisch eine kleine Herausforderung. Ein Mikro- / Mini-BHKW wird sich in einem Passivhaus wohl nicht rechnen, in einem komplett grundsanierten denkmalgeschützten Fachwerkhaus wie unserem schon deutlich eher. Dafür haben wir aber nach dem Kauf unseres Traumdomizils noch ein paar Euro übrig – was sich aber leider in absehbarer Zeit (wenn dann erst mal die Wände zu und die Handwerker bezahlt sind) unterm Strich ganz anders darstellen wird. Aber damit dürfte unser 1-Euro-Haus (kein Witz! mit Grundstück! 🙂 ) das perfekte Surrogat für viele in Zukunft irgendwann mal mit neuer Heizung auszustattender Häuser sein…

Der Schornstein ist weg - nun sieht man auch den Katharinenmarkt bei Nacht

Der Schornstein ist weg – nun sieht man auch den Katharinenmarkt bei Nacht

  • Öl? Ist (zur Zeit) absolut „out“…
  • Holz? Wir haben kaum Platz zum Holz-Lagern, günstige Quellen (bisher) auch nicht: fällt also wohl als Komplettheizung aus – eventuell einen Kamin fürs Wohnzimmer? Ein Grundofen dürfte zu teuer sein…
  • Pellets? Mag ich irgendwie… man kann wie bei Öl im Sommer günstigere Preise und Anbieter suchen. Aber: teure Heizsysteme, ob der Keller dafür trocken genug ist zur Lagerung (eventuell mit Silo)? Also: wohl auch nicht.
  • Solaranlage (zur Unterstützung)? Können wir bei unserem denkmalgeschützten Fachwerkhaus vermutlich vergessen, lange Amortisationszeit: also wohl ebenfalls nicht.
  • Wärmepumpe? Mag ich nicht – aus meiner Sicht heizt man da auch nur indirekt mit Strom. Könnte auf unserem winzigen Grundstück auch technisch nicht trivial sein? Daher: njet.
  • Gas? Gas-Brennwertheizungen sind in der Anschaffung sehr günstig, praktisch im Betrieb: Also wird’s das wohl.

… und dann wäre da noch die Idee mit den Mini-Blockheizkraftwerken (BHKW – sehr gute Infos dazu in der BHKW-Infothek). Dabei erzeugt die Heizung nebenbei noch Strom, der selbst genutzt oder ins Stromnetz eingespeist wird. Technisch sehr interessant, aber in der Anschaffung recht heftig – und hat damit relativ lange Amortisationszeiten. Aber unser Ruinchen mit so einer innovativen Technik? Anderen Fachwerkhaus-Besitzern  und -Heizern geht es ja ganz genau so. Und am Tag des offenen Denkmals ziehen Völkerscharen durchs Haus! Da wäre unser Ruinchen doch das perfekte Referenzprojekt, oder? 🙂 Also habe ich einfach die Firmen angemailt, die solche BHKW mit Gasbetrieb im Angebot haben oder auf den Markt bringen wollen… mal sehen, was dabei herauskommt:

  • WhisperGen (via Firma Sanevo) (Info auf BHKW-Infothek) mit Stirling-Motor
    Rückmeldung: keine speziellen Konditionen für Referenzprojekte 🙁
  • Lichtblick: ZuhauseKraftwerk (Info auf BHKW-Infothek) mit VW Gas-Verbrennungsmotor
    Rückmeldung (E-Mail Juli 2010): Rentiert sich (für LichtBlick…) erst ab 45.000 kWh/Jahr, nur Pilotprojekte in Hamburg 🙁
  • proenvis: Primus 1.4 Mini-BHKW (Info auf BHKW-Infothek) mit Gas-Verbrennungsmotor
    Stand 3.2.2011: Immer noch keine Rückmeldung auf meine Anfrage vom Ende Dezember 2010 🙁
  • Vaillant: Mikro-BHKW ecoPOWER 1.0 (Info auf BHKW-Infothek) mit Gas-Verbrennungsmotor
    Rückmeldung: Vaillant plant die Markteinführung  zum 1.6.2011, bis dahin sollen Fachpartner trainiert sein.
    Stand 3.2.2011: In einer Mail vom 5.1.2011 wurde mir versprochen, dass sich der Vaillant-Vertrieb bei mir meldet.
    Das hat dann später auch über ein lokales Unternehmen geklappt. Aber die 120 weiteren (?) Feldtestgeräte sollen bald eingebaut werden – so weit ist unser „Ruinchen“ aber leider noch nicht – schade!
    Stand 12.9.2011: Noch ein Versuch… und im Oktober sind wir wieder dabei das genauer anzusehen. Ein erster Termin im Haus mit einem Butzbacher Vaillant-Fachbetrieb klingt vielversprechend – und der Gebietsvertreter von Vaillant lässt durchblicken, dass man am Preis vielleicht etwas machen kann. Also: Weiter geht’s mit der Planung ecoPower vs. konventionelles Gas-Brennwertgerät…
  • Vaillant: Brennstoffzellen-Mikro-KWK (Info auf BHKW-Infothek): Neben dem bereits verfügbaren ecoPOWER mit Honda-Gasmotor entwickelt Vaillant ein Mikro-Kraftwerk mit Brennstoffzellen-Technik – für mich als Ingenieur ein sehr spannendes technisches Konzept, aber bis zur Markteinführung dürfte es doch noch etwas dauern.
  • Viessmann: Mikro-KWK mit Stirling-Motor
    Stand 3.2.2011: Immer noch keine Rückmeldung auf meine Mail vom 29.12.2010 🙁
    Stand 12.9.2011: Nochmal angemailt, vielleicht kommt ja diesmal eine Rückmeldung?
  • Buderus: Stirling-Heizgerät mit Stirling-Motor
    Rückmeldung: Ist im Moment noch im Entwicklungsstadium / Feldtest, es ist noch nicht absehbar, wann die Geräte verfügbar sind.
    Neue Antwort vom Produktmarketing (11.1.11):  „…Feldtestgeräte für Stirling µKWK stehen keine mehr zur Verfügung, da wir den Feldtest ausschließlich über Energieversorger durchführen…“. Schade – dabei wären wir mit dem µKWK doch selbst Energieversorger 🙁
    Stand 12.9.2011: Nochmal angemailt, vielleicht gibt es ja neues bei Buderus? Antwort vom 13.9.2011: Klappt leider immer noch nicht.
  • green energy solutions: green two (Info auf BHKW-Infothek) mit Gas-Verbrennungsmotor
    Rückmeldung: Folgende Grenzwerte sollten übertroffen werden:  Wärmebedarf > 60.000 kWh/a ca. 75.000 kWh Gas/a bzw. Heizlast nach DIN EN 12831 > 60kW; Strombedarf > 30.000 kWh/a – ganz schön viel… 🙁
    Stand 27.1.2012: Ich habe eben durch Zufall über einen Werbespot herausgefunden, dass es jetzt das „green light“ gibt mit 12kw thermisch und 4k elektrisch. Das könnte perfekt passen!
  • De Dietrich Remeha: Remeha eVita 25s (Info auf BHKW-Infothek) mit Stirling-Motor
    Stand 3.2.2011: Immer noch keine Rückmeldung auf meine Mail vom 4.1.2011 🙁
    Stand 12.9.2011: Und auch hier: noch ein Versuch… Antwort 13.9.2011: Infomaterial sowie Informationen zu den Sonderaktionen mit e.on (1000 Euro Bonus) und De Dietrich Remeha (600 Euro Bonus)
  • Kirsch HomeEnergy: Kirsch microBHKW L 4.12 mit Gas-Verbrennungsmotor
    Stand 3.2.2011: Immer noch keine Rückmeldung auf meine Mail vom 4.1.2011 🙁
  • Senertec Dachs (Info auf BHKW-Infothek zum Dachs mit Stirling-Motor) mit Stirling-Motor
    Rückmeldung: … weitergeleitet an lokalen Ansprechpartner in Hessen.
    Stand 3.2.2011: Von Senertec Darmstadt habe ich noch keine Antwort auf meine Anfrage vom 6.1.2011… 🙁
    Stand 2.9.2011: Ich habe Senertec und Senertec Darmstadt nochmal angemailt… ob wir doch noch um die normale Gas-Brennwertheizung drumrum kommen?
  • ÖkoFEN: Pelletheizung mit Stirlingmotor
    Angeschrieben am 30.8.2011 spät abends, Rückantwort per Mail schon am 31.8. morgens: Leider findet der erste Feldtest nur in Österreich statt. Schade, das Konzept finde ich als Ingenieur echt spannend! Also wird’s doch wohl eine Gas-Brennwertheizung…
  • Brötje: EcoGen WGS 20.1 Mikro-KWK (Info auf BHKW-Infothek) Gasheizung mit Stirling-Motor
    Stand 12.9.2011: Angemailt wegen Informationen zum Serienstart. Schauen wir mal 😉

Wie seht Ihr das? Womit heizt Ihr Eure ollen Häuser? Habt Ihr einen Kamin, Grundofen oder ähnliches zum Verfeuern von Holz?

Und noch ein Nachtrag: Ein Problem bei der Entscheidung ist bei unserem Haus – wie bei vielen sehr schlecht gedämmten Fachwerkhäusern – dass man kaum vorhersehen kann, wie viel Energie man später mal benötigen wird. Mehr als bei einem Passivhaus: klar. Weniger als mit offenen Fachwerkgefachen: ebenfalls klar. Aber wie wirken sich die hohen Räume aus? Wie „leidensfähig“ sind wir wirklich wenn es fertig ist? Doppelte Pullover und Wollpuschen – wird’s das wirklich oder drehen wir dann doch einfach nur den Regler der Heizung hoch und werden dann bei der nächsten (Gas) Abrechnung bereuen, dass wir gern den offenen Aufbau unseres Ruinchens behalten wollten? Wenn wir uns für einen Kaminofen entscheiden: Wie viel werden wir den tatsächlich nutzen – und bringt das nur was für den „Kuschel-Wohlfühlfaktor“ oder merkt man da tatsächlich was an der Gasrechnung? Oder verleitet ein Kaminofen nur dazu, noch ein paar kuschelige Grad mehr einzuheizen? Wie sehen Eure Erfahrungen aus?

[Nachtrag vom 3.2.2011] Tja, da stehen dann leider tatsächlich bei allen Anbietern negative :(! Damit hatte ich nicht gerechnet. Klar, in der Liste oben gibt es auch Anlagen die nur für größere Mehrfamilienhäuser geeignet sind. Aber dass so viele Anbieter nicht auf E-Mails oder Anfragen in ihren Webseiten antworten und versprochene Rückmeldungen ausbleiben wundert mich schon. Man kann vermutlich mit fleißigem Nachtelefonieren und x E-Mails eine höhere Rückmeldungs-Quote erreichen – aber auch in Foren  findet man etliche Kommentare, dass Anbieter nicht (zeitnah) auf Anfragen reagieren. Schade!
Falls jemand von den Firmen den Artikel zufällig liest: Ich würde mich immer noch über Rückmeldungen freuen – besser spät als gar nicht! Und noch ist bei uns die Entscheidung gegen BHKW nicht gefallen…

[Nachtrag vom 4.4.2011] Diese Seite wird in unserem Blog mit Abstand am meisten aufgerufen – aber niemand schreibt etwas zum Artikel. Warum kommen so viele Besucher vorbei? Liegt das daran, dass man im Web bisher kaum Informationen zu Mini-BHKW findet (leider genau wie bei uns…)? Echt schade – für mich als Ingenieur klingt das Prinzip der Mini/Mikro-BHKW sehr spannend und überzeugend, nur leider nicht für unser „Ruinchen“…

[Nachtrag im April 2013]

Es gab doch noch ein Happy-End „Dirk und ein Mikro-BHKW“ – ein Vaillant ecoPower 1.0 tuckert in unserem Heizungsraum – mehr dazu hier. Wobei mir Vaillant wahrscheinlich gern ein Konkurrenzprodukt geschenkt hätte…

26 comments to Warm solls werden…

  • Aline

    Hi Dirk,

    also wir heizen mit Öl (und auch das warme Wasser für die Dusche für uns Warmduscher kommt daher).

    Für das warme Wohnzimmer haben wir allerdings noch einen Kaminofen. 🙂
    Der ist, bei dem momentanen Temperaturen hier im Norden, jeden Abend an und liefert eine angenehme Wärme.

    Grüße

    Aline

  • Ole

    Ach ja, diese ganzen Entscheidungen.

    Wir wissen selbst noch nicht, womit wir unsere 220qm Wohnraum heizen wollen. Zwei Kaminöfen sind (natürlich) dabei aber sonst?
    – Die Ölpreise werden nicht mehr fallen. Öltanks müssen angeschafft werden, Platz muss vorhanden sein. Öl stinkt 😛
    – Gas ist an Öl gebunden (bei uns kommt noch dazu, dass unser Grundstück nicht erschlossen ist). Günstig in der Anschaffung und im Betrieb. Exzellenter (bester) Wirkungsgrad.
    – Erwärme wird zwar mittels Kompressor genutzt aber hier könnte man ja einen Ökostrom-Anbieter wählen. Elektrizität ist zumindest eine sehr universelle Energieform. Aber man braucht entweder Fläche oder die Möglichkeit einer Tiefenbohrung. Teuer in der Anschaffung dafür ziemlich guter Wirkungsgrad (bei Flächenkollektoren oder Tiefenbohrung).
    – Holzpellets: Überteuerter Ökokram. Wirkungsgrad ist ok aber Anschaffung ist teuer und es besteht eine indirekte Ölpreis-Bindung (Transportwege). Ausserdem wird Lagerraum und Förderung benötigt und der Heizmittel-Preis ist auch nicht so umwerfend.
    – Holzvergaser: Nur was für Leute die ständig da sind um nachzuwerfen und es muss viel Lagerkapazität für Brennstoff vorhanden sein.
    – BHKW (mini/mikro-): Teuer in der Anschaffung und es wird meistens etwas verbrannt was Lagerraum braucht (Öl / Pellets). Vorteil ist die Förderung und die Unabhängigkeit (in Grenzen, da ein BHKW auch nur begrenzt Strom produziert). Nachteil ist eindeutig der ständig laufende Verbrennungsmotor mit dem nicht ganz so zauberhauften Wirkungsgrad. Unsere Zimmerleute haben vorgeschlagen wir könnten uns ja selbst einen bauen (die arbeiten gerade an einem solchen Projekt) und das System mit Pflanzenöl betreiben. Trotzdem, es bleibt der laufende Verbrennungsmotor.

    Bei uns schwankte die Entscheidung ungefähr so: Erdwärme – Holzpellets – Holzvergaser – Kaminofen – Gas – BHKW – Erdwärme – Gas.
    Öl ist einfach out aber irgendwas muss verbrannt werden, damit das Haus geheizt werden kann 🙁

    Solarthermie ist mit Sicherheit immer eine gute Entscheidung. Ich denke, dass bekommt ihr auch durch, weil dem Staat Denkmalschutz zwar wichtig ist aber Energiekonservierung umso mehr.

  • Aline

    Hi Ole,

    wir hätten ja auch gerne Gas und der Anschluß kostet auch nicht die Welt, da die Gasleitung ja schon in der Strasse vor dem Haus liegt.

    Aber die Ölheizung war nun mal drin. Zum Glück schon mit einem modernisierten Brenner….

    Mal sehen wie das mit dem Gas weiter geht.

    Grüße

    Aline

  • Auf jeden Fall: Spannendes Thema – danke für Eure Kommentare! Zu den Mikro-BHKW: Viele davon laufen mit Gas – und teilweise sogar mit Stirling-Motoren, also ohne Verbrennungsmotor. Beim heftigen Einstandspreis hoffe ich halt, dass unser Ruinchen so viel Mitleid erregt „Referenz-Potential“ hat, dass uns einer der Hersteller beim Preis entgegen kommt – dann könnte sich das ganze rechnen.
    Kaminöfen: Habt Ihr da ganz normale einfache? Oder welche mit Rauchzügen, Brauchwasseraufheizung und co?

  • Anja

    Eure Nachbarn haben Gas: Keine Probleme mit Platzproblemen, da auch euer Keller zu feucht sein wird, für irgendeine ernsthafte Lagerhaltung (ausser Wein)!
    Anja

  • Gas liegt in der Straße – und da wir fürs Kochen in unserer „neuen“ Küche auch Gas brauchen haben wollen, lohnen sich die Kosten für den Anschluss. Unser oberer „normaler“ Keller ist eigentlich halbwegs trocken, nur im Gewölbekeller tropfts (irgendwo müssen die Tropfsteine ja herkommen…).
    Heute hat’s nachmittags so heftig geschüttet, dass ich den Hänger nicht weggefahren habe, sondern in einem „Kaminstudio“ etwas Nachhilfe genommen habe: Allein für einen anständigen Ofen (keine Baumarkt-Blechbüchse) stehen 3000-4000 Euro auf der Rechnung, dazu kommt dann noch der Schornstein – der nochmal gut den gleichen Betrag kostet. Wassergeführte Kamine sind technisch interessant, aber nochmal ein ganzes Stück teurer. Für „wir wollen es gern recht kurzfristig warm haben“ sollte ein normaler Ofen aber ausreichen.

  • Hallo Dirk,

    wie schon mal vor Ort besprochen ist das minBHKW für Euch eine ganz intersessante Sache. Leider kommt die Renovierung ein wenig zu früh. Der Brennwertmarkt ist
    noch nicht ausreichend von den führenden Kesselherstellern ausgeschlachtet worden. D.h. die drücken derzeit ein wenig auf die Bremse und die Markteinführung wird künstlich verzögert.
    Also wohl doch eher eine ganz ,,normale“ BW-Therme und ein guter Kaminofen. Das Thema Schornstein läßt sich auch irgendwie noch lösen (Preis/Platz).
    Komme die Tage mal wieder bei Dir auf der Baustelle vorbei!
    Gruß Michael

  • Es gibt tatsächlich Neuigkeiten zu den Mini/Mikro-BHKW: Eventuell können wir ein Feldtestgerät von Vaillant bekommen – allerdings könnte dabei ein Problem sein, dass unser Ruinchen ja noch nicht so weit saniert ist, dass wir die Heizung zeitnah einbauen können. Wir berichten weiter!

  • Wieder Neuigkeiten: ÖkoFEN entwickelt ein Mini-BHKW mit Pelletbetrieb und Stirlingmotor: http://www.okofen-e.com – die ersten Feldtestanlagen werden wohl zur Zeit installiert. Ich habe sie eben angeschrieben: falls wir ein halbwegs bezahlbares Feldtestgerät bekommen, würde ich glatt die Entscheidung für die Gas-Brennwertheizung über den Haufen werfen. Und unseren armen Architekten mal wieder zur Verzweiflung bringen, das Leistungsverzeichnis mit Gas-Brennwerttherme geht nämlich in diesen Tagen an drei Firmen raus…

  • Joerg Lehnert

    Hallo zusammen.
    Das ist ja mal ein interessantes Projekt! Zum Thema Heizen, warum nicht für einen Mix entscheiden.
    Möglichst viel Sonne, dann Holz und den rest mit a Busserl Gas für die Spitzenlasten.

    Schaut doch mal vorbei, oder ruft an!

    Alles Gute, weiter so.

  • Leider sind wir immer noch nicht weiter gekommen. Da die Entscheidung überfällig ist, wird es wohl doch ein ganz konventionelles Gas-Brennwertgerät… oder ganz vielleicht doch nicht? Beim callux – Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim gibt es bisher erst ein einziges Feldtestgerät in Hessen [ok, ich habe mich verzählt: es sind zwei!]. Wär doch ideal, ein weiteres Feldtestgerät verkehrsgünstig an der A5 in der Nähe von Frankfurt/Main aufzustellen, oder?! 😉

  • Und wieder Neues: Von green energy solutions gibts jetzt das „green light“ (siehe oben). Das würde wahrscheinlich perfekt passen! Also: Anbieter angemailt, der auch auf der Bau-Messe Anfang Februar in Gießen ausstellt. Hm? Im Impressum nachgesehen: green energy solutions sitzt in 35630 Ehringshausen (quasi um die Ecke für die Nordlichter unter Euch 😉 ). Hessische Technik in ’nem hessischen Fachwerkhaus – wär doch was, oder?!
    Falls das tatsächlich klappen sollte – sorry, ich bin da nach den x Fehlschlägen etwas demotiviert – muss ich unserem Architekten mindestens eine Flasche guten Rotwein spendieren: Die Beauftragung für den Heizungsbauer mit einer stinknormalen ganz normalen Brötje Eco-Therm Plus hatten wir genau diese Woche entschieden…
    Anja, schau‘ Dir das mit den Mini-BHKW auch mal an – ist noch innovativer als Hausautomatisierung für Dein Architektenhaus 🙂
    Genau – Hausautomatisierung/EIB: Diese Woche hatte ich auch ein Gespräch mit dem Elektriker – das sehr gut gelaufen ist. Er kennt sich wirklich mit EIB und der Planung aus. Nicht nur aus einem Kurs, sondern hats privat bei sich seit Jahren im Einsatz und bei verschiedenen Kunden geplant und umgesetzt. Beim Kaffee danach im Rubinstein hat unser Architekt gesagt, dass er ab jetzt bei allen Sanierungen Hausautomatisierung mit einplanen wird, weil das zu einer sehr guten Sanierung wirklich gut passt. Wenn ich ihn (und Angelika…) weiter mit dem Thema Mini-BHKW nerve challenge, wird er sie vielleicht ab jetzt in allen Fachwerkhäusern einsetzen 😉

  • Anja

    Hallo, Dirk, mein Architektenhaus soll nur keinen Gasanschluss kriegen: ich will doch eine Luft-Wärmepumpe haben und die durch Photovoltaik unterstützen! Und da kommt dann die Hausautomatisierung mit ins Spiel! Wollen wir zusammen über die Giessener Messe laufen?

  • Mit google-maps nachgeschaut – green energy solutions liegt direkt bei Butzbach um die Ecke, nur gut 6 1/2 Stunden entfernt. Zu Fuß! 😉
    Und ich hab grad‘ gesehen: green energy solutions gehört zur Hedrich Firmengruppe. Also wenn das kein Zeichen ist, was dann?! 🙂 Passend dazu gabs diese Woche in unserer Firma ziemliche Verwirrungen, weil Kollegen mehrfach Dirk Hedrich (aus Hamburg) und Dirk Hedderich (aus Frankfurt) durcheinander geworfen haben. Und das bei einem Thema, das zufällig uns beide interessiert…

    @Anja: Klar, Angelika und ich kommen beide mit auf die Messe.

  • Erstaunlich – jetzt erst habe ich das BHKW-Forum unter http://www.bhkw-forum.de/ entdeckt. Dazu gibt es dann noch die BHKW-Infothek (http://www.bhkw-forum.info/) mit aktueller Auflistung verschiedenster BHKW-Modelle, unter anderem auch für die für unser „Ruinchen“ geeigneten Nano-BHKW. Nicht verpassen: Die Literaturübersicht (http://www.bhkw-forum.info/bhkw-informationen/literatur-und-downloads/) in der es interessante eBooks zum Nachlesen gibt.

    Über das BHKW-Forum gabs auch den Verweis auf das KWK-Wochenende (24.-26.2.2012, http://kwk-wochenende.de/), bei dem SenerTec-Fachhändler und KWK-Besitzer Tag der offenen Tür haben. Sprich: Da kann man „Dachsen“ auf den Pelz rücken 😉

  • Auf der Bau-Messe in Gießen hatte ich einige sehr interessante Gespräche mit verschiedenen Anbietern. Manche Firmen haben Micro-KWK / Nano-KWK verfügbar, andere sind im Feldtest und haben Testgeräte auf dem Stand – und bei anderen gibt es teilweise schon seit mehreren Jahren Feldtests, aber noch keinen Termin für die Produkteinführung.
    Für mich als Ingenieur spannend: Langsam verstehe ich (hoffentlich) die unterschiedlichen Konzepte und Vor- und Nachteile:

    – Nano-KWK mit Stirling-Motor: Positiv: Leise, lange Serviceintervalle. Negativ: Erzeugen vergleichsweise viel Wärme im Verhältnis zur elektrischen Leistung. Bedeutet bei kleineren Häusern: das KWK läuft nicht so lange wie bei KWK mit Gas-Motor, man erzeugt weniger Strom.

    – Nano-KWK mit Gas-Motor: Positiv: Die maximale elektrische Leistung wird bei niedrigerer Wärme-Leistung erzeugt als beim Stirling. Nachteil: Dafür sind die Wartungsintervalle kürzer als beim Stirling. Etwas lauter als Stirling.

    – Brennstoffzellen-KWK (keine Ahnung ob das für alle Geräte gilt): Positiv: Erzeugen richtig viel Strom bei recht geringer Wärmeleistung, dafür braucht man zB beim BlueGen von Sanevo eine zusätzliche Heizung, also beispielsweise ein Gas-Brennwertgerät. Nachteil: Heute noch richtig teuer, Faktor 2-3 zu den Gas/Stirling-Geräten.

    – Pellet-KWK: Ein Anbieter hat es nicht geschafft ein Gerät zu entwickeln, ist heute pleite. ÖkoFEN entwickelt am „elektrischen“ Pellet, aber wir sind zu früh dran, um ein Gerät zu bekommen.

    … und ich versuche weiter eine technisch sinnvolle Lösung zu finden, die sich für unser Ruinchen in absehbarer Zeit amortisiert…

  • Auf der Webseite der BAFA gibt es jetzt die Liste der Mikro-BHKW, für die es ab dem 1.4.2012 Förderung gibt: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/
    Und ebenfalls ab dem 1.4.2012 gibt es bei der KfW das „KfW Effizienzhaus Denkmal“: http://www.kfw.de/denkmal

    Wichtig! Offensichtlich gelten ab dem 1.4.2012 für denkmalgeschützte Häuser strengere Vorschriften als für normale Häuser – auch für die „normalen“ KfW-Kredite (151, 152 etc.): „Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal und bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzhäusern oder bei Einzelmaßnahmen sind ausschließlich die in der Expertenliste für die Bundesprogramme unter http://www.energie-effizienzexperten.de geführten „Energieberater für Baudenkmale“ als Sachverständige zugelassen.“
    … von denen gibt es aktuell im Umkreis von 100km um Butzbach… 4! Unser Berater – der den Energieausweis und die Statik für die Baugenehmigung erstellt hat – hat (verständlicherweise) noch keine Genehmigung für Denkmale. Jetzt müssen wir uns wegen kfw-Kredit echt beeilen……. 🙁

  • […] über dem 100er Neubaustandard, den 100er Altbaustandard schafft es locker. Ein Mikro-BHKW – über das ich ja schon lange nachdenke – reduziert den Primärenergiebedarf so stark, dass wir ganz locker auch den 100er […]

  • […] wird beim Essen, heizen wir den Gewölbekeller im Sommer – damit kommen wir auch beim Mikro-BHKW auf gute Laufzeiten. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt: Prosit! Ablenkung, Aufmachen, […]

  • Hi,
    bin leider erst jetzt über deine Webseite des „1-Euro-Ruinchens“ gestolpert…
    Inzwischen haben sich ja viele Mikro-BHKW-Anbieter in den Markt begeben. Da läuft leider noch vieles nicht optimal. Trotzdem sind die meisten Erfahrungen sehr positiv – aber das ist wie im normalen Leben: Negative Kommentare werden gepostet – die positiven Erfahrungen werden als selbstverständlich hin genommen.

    Wie bei den Statements vom BHKW-Infozentrum bereits im Dezember prognostiziert (http://www.bhkw-infozentrum.de/statement/mini_kwk-foerderung_2012_referentenentwurf_111209.html), wird das Mini-KWK-Impulsprogramm keinen wirklichen Anreiz für einen stärkeren Ausbau der KWK geben.
    Man muss abwarten, ob am 11. Mai 2012 ggf. ein für Mini-BHKW besser geeignetes KWK-Gesetz (http://www.kwkg-novelle.de) beschlossen wird – wahrscheinlich aber wird das nicht der Fall sein. 🙁
    Viele Grüße,
    Markus

  • Und wieder ein Update: Mit zwei Geräteherstellern habe ich in den letzten Tagen gesprochen. Beide Male die gleiche Antwort: Wir brauchen Verbrauchswerte für Strom und Heizung! Die haben wir nur leider aus naheliegenden Gründen nicht. Und die Werte extrapolieren, die wir aktuell haben, macht aus meiner Sicht auch nicht sonderlich viel Sinn, da wir sicher in Zukunft viel mehr zuhaus leben & arbeiten werden als bisher. Angelika meint zwar dass die Waschmaschine nach dem Einzug viel seltener läuft, da ich dann nicht immer saudreckig nach Haus komme – aber vielleicht such‘ ich mir einfach das nächste Sanierungsprojekt zum Rumwutzen 😉

    Spannende Info, die ich leider erst grad mit gut einem Monat Verspätung gefunden habe: Sanevo sucht 30 Referenzprojekte in Hessen für die Brennstoffzelle „BlueGen“ (Informationen zum Hersteller der Brennstoffzelle findet man hier) – dazu hatte ich schon mal ein spannendes Telefonat mit dem Hessischen Umweltministerium. [Nachtrag September 2013: Der Link auf die Sanevo Webseiten gehen wegen der Insolvenz nicht mehr, daher habe ich sie entfernt.]

    Und ich hoffe weiter auf das erste konkrete Angebot für ein „konventionelles“ BHKW! Klingt aber so, als würd‘ das nach einem interessanten Telefonat gestern bis Montag im Postfach liegen…

  • Perfekt – heute nachmittag war das versprochene Angebot für das ecopower 1.0 schon im Mail-Postfach. Vielen Dank an Oscar Perdok (http://www.perdok.info/)! Das Rechnen & Lernen geht weiter…

  • […] “Wie viel Krat [sic!] solls am 27 werden“ […]

  • […] das Bügeleisen bekommt keinen Strom mehr wenn wir nicht da sind, der Trockner geht an wenn das Mikro-BHKW Strom liefert – und so weiter. Oder ich hab Murks konfiguriert / programmiert und bekomme […]

  • Das Thema Nano-BHKW haben wir immer noch nicht „durch“. Wir haben zwar jetzt Angebote vorliegen, aber Spitz-auf-Knopf gerechnet ist immer noch recht viel Optimismus notwendig für einen Break Even in vertretbarer Zeit. Aber es gibt auch positive Signale – nicht nur für unser Ruinchen: Vaillant senkt die Preise für das ecoPOWER 1.0 deutlich um knapp 4.000 Euro, Infos dazu gibts im BHKW-Forum. Auf BHKW-Forum ist übrigens grad auch ein kurzer interessanter Artikel mit Vergleich der Systeme verlinkt.
    Mit der Preissenkung hat Vaillant bei unserer Entscheidung doch vielleicht wieder die Nase vorn. Wir werden’s berichten 😉

  • Jörg

    Bei der Renovierung unseres Hauses aud den 60’er Jahren haben wir Mitte 2011 eine Gaswärmepumpe der Firma Vaillant (ca. 10kW) eingebaut. Nach der ersten Heizperiode zeichnet sich ab, dass sich die Mehrkosten gegenüber Gasbrennwert wohl erst nach 20 Jahren rechnen. Für das Haus mit 135qm Wohnfläche hat die Heizung nach Erneuerung der 5cm Kerndämmung, neuer Dämmung der obersten Geschossdecke und Einbau von Passivhausfenstern im vergangenen Winter gerade so gereicht. Hätte das nicht gepasst, hätte es auch einen Brennwertkessel gegeben, da uns andere Heizsysteme nicht gefallen haben: Sie waren entweder out (Öl, Strom), unpraktisch (Holzscheit, Pellets), doch wieder strombetrieben (elektr. Wärmepumpe) oder nicht verfügbar (BHKW, Gasmotor) waren. Eine größere Gaswärmepumpe war in 2011 noch von der Firma Robur verfügbar.

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