Anti-Adventskalender

Bei uns gibts grad das Gegenteil vom Adventskalender: Wir machen Türchen zu, nicht auf!

Oder wir lassen Türen zumachen, die Tür im Erdgeschoss haben unsere Maurer schneller als geplant zugemacht – erst war die Mauer zu, dann kam das Angebot bei uns an. Normal sollte das eigentlich andersrum sein… Dafür hat die Tür im ersten Stock länger gebraucht als gehofft – die Zimmerleute hatten ja schon vor etlichen Wochen die neue Türöffnung gebaut und da wo die Tür war Balken eingesetzt.

Nur leider war das Wetter lange zu schlecht um die Türöffnung mit Lehmsteinen zuzumauern. Und dann habe ich mich in der Welt rumgetrieben und Red Snapper verdrückt – aber jetzt hat es endlich geklappt! Beim Aufräumen habe ich mir zuerst mal einen langen Eisenhaken gegen’s Kinn gedonnert, aber dann kam tolle Unterstützung die mich von größerem Unfug abgehalten hat: Ein handwerklich sehr begabter Schornsteinfeger (der bringt Glück, gell Verena? 😉 mitsamt Mini-Schornsteinfeger war genau zum richtigen Moment zur Stelle – und dann hat der Jungingenieur beschlossen dass Lehmschmötgerei spannender ist als Pralinenbasteln (sorry Verena & Anja!). Und so schauen die ersten beiden Gefache aus, die wir vier Männer zugemacht haben:

Ja, das ist für Außenstehende nicht spektakulär, aber für uns schon! Endlich machen wir Sache heile und zu! Danke auch an Ole für den Tipp mit dem Güde Rührwerk und den Ansporn – das Teil ist echt klasse und der Jungingenieur hatte viel Spaß beim Schmötgern Lehmmörtel-Anrühren!

13 comments to Anti-Adventskalender

  • Angelika

    Ja und statt Pralinen herzustellen oder „Türken zu schließen“ kämpfe ich heroisch daheim in irgendwelchen Ecken herumliegend gegen Killer-Viren. *schnief*
    Gute Besserung auch an dieser Stelle für Dich, Verena! Am Ende haben wir uns letzten Sonntag gegenseitig angesteckt. 😉
    Nur Dirk trotzt den Angriffen von allen Seiten – außer denen von ominösen Eisenhaken. Aber solange es nicht Dr. Eisenfaust himself KlitschK.O. war, gehts ja noch… 😉
    Und nein: wir schauen nicht beim Boxen zu… wir sind friedliche Leute, die nur vom Leben, einem Eisenhaken und ner Handvoll Viren k.o. geschlagen werden. 😉
    Es kann nur besser werden!

  • Ole

    Glückwunsch zu den zugemauerten Fächern! Freut mich, dass es so gut geklappt hat.

    Jetzt aber noch ein paar Fragen: Warum sind die Eisenwinkel (wenn schon kein ordentlich eingelassener Riegel drin ist) denn von oben angebracht? Die gehören natürlich nach unten – das Mauerwerk soll ja nicht daran hängen, sondern den Winkel zur Stabilität nutzen 🙂
    Sprechen eure Zimmerleute den Einbau von KVH eigentlich mit euch ab? Und die dritte von zwei Fragen: wieso werdet ihr mit Pralinen versorgt *g* ?

    Frohes Schaffen und Gute Besserung an Euch!

  • Anja

    Gute Besserung, Angelika! Aber das Lehmgematsche spannender sein soll als Pralinengemansche – das muss ich nochmal mit dem Jungingenieur ausdiskutieren. Denn jetzt will er zwar die Pralinen essen (die ich dann für ihn fertig gemacht habe), aber nicht den Lehm!

  • Angelika

    Danke, Anja. Wird schon wieder… Unkraut vergeht nicht.

    Ole, Du hast da was falsch verstanden – oder die Pralinen sind schnöde an mir vorbeigelaufen. Was ich aber nicht glaube: ich rieche Pralinen auf mindestens 100 Metern Entfernung. Nennt mich „Schoko-SoKo FFM“…
    WIR werden NICHT mit Pralinen versorgt – aber der Jungingenieur von nebenan. Moritz, Bruder von Miss Destroyer (Spaten, Hacke, Geschirr 😉 ).
    Zumindest scheint er es von Anja zu erwarten. Wobei – wer Fahnenflucht von der Chocolatier-Front im Rubinstein begeht, dem wird wohl vielleicht doch nicht so wirklich viel Naschkram hinterhergetragen. Zumindest liest sich Anjas Kommentar so.
    Macht nix: wir werden ihn dafür dann weiterhin mit Gummibärchen und Lakritzkram zum Lehmgematsche *bestechen* … 😉

  • Anja

    Der Jungingenieur schreit aber schon nach Nachschub an Amarenakirsch-Marzipan-Pralinen! (Die konnte ich nicht erfolgreich vor ihm verstecken…) Daher: mauert ihr wieder am Wochenende, so dass ich wieder mit einer Flucht von der Chocolatier-Front rechnen muss und wieder alles alleine machen darf ???? Egal wie: für dich machen wir auch ein paar Angelika!

  • Angelika

    Wow! Danke! Bin gespannt, was ihr in eurem Pralinen-Seminar ausprobiert habt! Und sage schon mal danke! Dafür gibt es aber auch eine erfreuliche Meldung – zumindest für dich, Anja ;): am Wochenende sind Dirk und ich auf einer Tagung. Heißt: der Jungingenieur hat keine Fluchtmöglichkeiten in den Lehm und steht der Chocolatier-Front uneingeschränkt zu Diensten. 😉

  • Anja

    Die Planung von Moritz sieht vor, dass ich 10 Pralinen kriege, du auch 10 Stück und er 20 Stück….. Wie bescheiden er doch ist!

  • … und ich krieg‘ also keine Pralinen. Pah! Euch bring‘ ich nochmal Pralinen aus Brüssel und Schoki aus Zürich mit…

  • Anja

    Wegen Magen-Darm-Virus gabs gar nichts diese Wochenende! Ausserdem dachte der Jungingeneur, dass du mit Wasser für Lehmpampe glücklicher wirst…. Tja….

  • Angelika

    Och ihr Armen! Irgendwie läuft in diesen Wochen wohl „Krieg der Viren“ im Kino des Lebens. *knurr*
    Überall wird gehustet, geröchelt, gerotzt und geklagt. Ich schließe mich dem einfach mal an. Also mit husten und klagen.
    Und weil ich den Hals noch nicht voll genug hatte, hab ich mich in Bad Iburg gleich nochmal neu infizieren lassen.
    Fing schon gut an beim Eröffnungs-Scharmützel: ein Schnellboot pirschte sich von achtern ran und feuerte die erste Hatschiiiiiiiiii-Salve ab. Voll auf die Brücke der MS Angelika.
    Kurz drauf drehte ein Schaluppe bei (ich glaube, das war Heinzens Frau) und versuchte sich in einer kleinen Begrüßungs-Salve. Feucht, aber nicht sonderlich gefährlich, schien mir.
    Naja. Aber die Schlacht wurde dann am Freitag so richtig eröffnet: Flugzeugträger von backbord mit Dauerfeuer (Ulrich von Damaros und Herr Preußler, glaube ich), zwei Tender steuerbord voraus drehten auch immer wieder mal bei und tackerten ein paar Nieß-Granaten an meine Bordwand, dann ein Panzerkreuzer in voller Fahrt und unter voller Bewaffnung mit Dauerfeuer beim Mittags-Buffet und am Abend beim Absacken im flachen Wasser der Hotel-Bar kleine fiese Rotz-Salven im Vorbeidriften einiger kleiner Beiboote.
    Nur im Bus am Sonntag war dann Waffenstillstand: die komplette viruöse Kriegsmarine hatte im anderen Bus geankert. Puh!
    Also allseits gute Besserung und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel – und sei es nur zum Lehm-Mottkern.

  • Echt erstaunlich, wie viele Besucher auf diese Seite kommen bei der Suche nach „Anti-Adventskalender“! Ob es einen „Anti-Adventskalender e.V.“ gibt, eingetragen in Karl-Marx-Stadt (sic!)? Tausende Leute die nicht bis 24 zählen können oder wollen? Leute die anderen Leuten – als sie sie mochten – in mühevoller Arbeit am Kamin einen Adventskalender gebastelt haben, die sie aber nun nicht mehr mögen – hier mag der Leser über die Gründe philosophieren – und deswegen statt des liebevoll gestalteten Adventskalender einen Anti-Adventskalender als Ausdruck ihres nicht-mehr-liebevoll Gestaltens schicken wollen? Oder suchen hier Leute die eine Allergie gegen den immer wiederkehrenden Artikel „24 wunderschöne Adventskalender“ in der „Bild der Frau“ entwickelt haben nach Erlösung? Sind Anti-Adventskalender grausamer für den beschenkten Türchenöffner als Adventskalender bei denen das 24. Türchen klemmt oder nur ein PostIt „Verdammt, was schenk‘ ich der doofen Erbtante?“ enthält?

    [Sie hörten das Wort zum Sonntag Freitag. Amen]

  • […] Und Löcher-Stopfen. Immer wieder Löcher-Stopfen.Fritz demonstriert hier am ersten selbstgemauerten Lehmbauversuch, wie groß Setzfugen werden. Ich habe beim Mauern immer den obersten Spalt erst nach ein-zwei […]

  • […] es ist noch nicht Advent. Und es geht auch nicht um den Anti-Adventskalender, das war ja schon 2011. Es geht um ein paar Details, die einen großen Schritt Richtung Einzug […]

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