Steinlaus Befall…

… gibt es wirklich! Nein? Oder doch??????

Ich muß grad wieder breit grinsen, wenn ich so sehe, wie die Leute auf unsere Seite kommen.

Also ganz ehrlich: es gibt sie. Die Steinlaus. Nächtens hört man sie im Mauerwerk rumoren, tapsen und rumpeln. Immer in der Brunftzeit: denn dann richtet das Steinlaus-Weibchen das Nest für den Steinlaus-Nachwuchs ein. Und dafür braucht sie feinen Steinstaub. Um den zu gewinnen, nagt sie sich emsig durch Bruchsteine, Pflaster-und Ziegelsteine, beißt ab und an auch auf Granit und dann hört man sie fluchen. GANZ laut.

Aber Achtung: man muß genau hinhören, denn das Fluchen und Schimpfen ist leicht zu verwechseln mit den nächtlichen Aktivitäten der Nachbarn – vorzugsweise denen von oben. Meint zumindest UNSERE Nachbarin – von UNTEN. 😉

Neben der Steinlaus gibt es auch noch den Gemeinen Holzdübel. Er tritt gerne paarweise auf, besonders bei der Beschaffung von Holzvorräten.

Er  ist auch nicht so selten anzutreffen wie die Steinlaus, aber dafür sehr leicht zu erkennen an Holzspänen im Haarkleid und Spreisseln in den Pfoten. Im Gegensatz zur nachtaktiven Steinlaus werden Sichtungen des Holzdübels durchaus im Tageslicht gemeldet, so wie heute z.B. in Linden.

Dort hat er einen ansehnlichen Stapel Schwartholz abgestaubt und die Beute gierig in seinen Bau geschleppt, um Dreieckleisten für die offenen Gefache zu schneiden. Besonders fällt am Gemeinen Holzdübel auf, daß er nach einem erfolgreichen Beutezug in glucksende Glückslaute ausbricht, die sich ungefähr wie „Wir haben Eichenholz fürs Ruinchen abgestaubt, wir haben echtes Eichenholz!!!“ anhören.

Darin unterscheidet er sich in eklatanter Weise vom Gemeinen Holzdieb! DER ist allerdings HÄUFIG anzutreffen und das in jedem deutschen Forst.

Na ums kurz zu machen: Dirk wollte schon immer viel Holz vor der Hütten – äh, für die Hütte haben und nu hat er zumindest eine ordentliche Ladung bekommen. Und das für lau und ein nettes Lächeln. 😉

5 comments to Steinlaus Befall…

  • Hej, das war ein ganz toller Fund, den uns unser Architekt vermittelt hat 😉 Der allerdings auch ein bisschen dran Schuld ist, dass wir uns den ganzen Aufwand antun. Denn er fordert – wie ein paar andere Experten auch – dass man für die Dreikantleisten zum Gefache-Vermauern nicht schnödes Weichholz einsetzt, sondern am besten Eiche. Die Odyssee und die Dreikantleisten-Schnitzerei sind vermutlich einen eigenen Artikel wert…
    Tante Google leitet so viele Leute auf der Suche nach Steinläusen auf unsere Seite, dass wir eigentlich ein Petrophaga Lorioti Competence Center (PLCC) aufmachen können. Ole & Nicole, Julian & Martha, seid Ihr dabei?
    Der akute Steinlaus-Befall oben zeigt übrigens die Schäden, die diese possierlichen Nager in unserem „Abgang“ zum Gewölbe angerichtet haben. Sprich: da war wohl tatsächlich vor vielleicht hundert Jahren mal ein gemauerter Schacht, den es freizulegen gilt. Braucht noch jemand mindestens 40 Kubikmeter Erde, gut abgelagert?

  • Ole

    Das arme Sägeblatt 😀

    Aber jetzt habt ihr endlich einen _richtigen_ Grund dafür eigene Leisten zu schneiden 😉 .

  • […] haben auch diesen Graben gebuddelt. Oder waren es doch wieder Steinläuse? Jedenfalls haben die Viecher keinen Schimmer von Statik – da steht ja ein Ständer (das ist […]

  • […] Petrophaga Lorioti Competence Center (PLCC) trauert Geschrieben von Dirk am 23. August 2011 Das Petrophaga Lorioti Competence Center betrauert den Tod des Forschers und Gelehrten Loriot, des Entdeckers der gemeinen (und auch […]

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