Dinner for One

Nein, damit ist nicht der Topf Schichtfleisch gemeint, den ich letztes Wochenende vorm Ruinchen aufgewärmt habe – schließlich haben die Reste vom Vortag noch für Verena, Michael und mich gereicht ;-). Sondern meine Lehmbauversuche samt Running-Gag (haha :-() a la Butler James. Doch fangen wir von vorne an:

Am Anfang war das Loch. Neben einem anderen Loch. Und noch einem Loch. Umringt von anderen Löchern. In der Ruinchen-Rückwand. Hier ein Foto dazu aus dem März:

Nach der Fachwerk-Puzzlelei gab es noch mehr „Lüftungsöffnungen“ als vorher (hier und hier nochmal Fotos zum Vergleich). Dank Alligator, Claytec Lehmsteinen und neu erstandener Baubohle ging die Arbeit recht gut voran. Wenn da nicht die zwei vermaledeiten Stahlseile wären, die seit Jahren Vorder- und Rückwand unseres Ruinchens am Ausbeulen hindern. Wenn man auf einer Baubohle steht, Lehmsteine im Wassereimer tränkt, Mörtel in die Gefache haut und Lehmsteine sägt – dann muss man sich immer wieder bücken. Und die blöden Seile waren immer genau da, wo ich mit dem Kopf hoch kam. Wie bei James‘ Tigerkopf mit Ansage. Und ja, gespannte Stahlseile mit entsprechender Verankerung sind hart und tun weh. Wenn man’s auch nicht lernt…

„AUA, verd****! Ich Depp!“ (musste besser aufpassen, jawoll!)

(bisschen Lehmsteine in die Gefache legen, mit dem Hammer markieren wo ich sägen muss – und rüber zur Säge – RUMMS!)

„VERD….!“ (diesmal mit dem Kopf VOR das Seil gedonnert… warum ist das doofe Teil auch genau auf Höhe meiner Stirn wenn ich nach unten schaue?!)

(ok, pass doch besser auf! Steine gesägt, ab damit in den Wassereimer zum Wässern, hoch um Lehmmörtel in die Gefache zu schmieren)

WAMMS! (diesmal auf dem Kopf!)

„…………..!“ (sehr laute Punkte!)

(das ist ja hier wie Dinner for one! Hat mal wer nen Tigerfell, das ich auf die Bohle legen kann…)

BOING! (drüber nachdenken dass man sich laufend die Birne einhaut – und dann davon abgelenkt gegen ’nen Pfosten rennen: ja, das ist GANZ blöd!)

Und nein, ich habe nicht gezählt,wie häufig ich die beiden Kabel erwischt habe. Dafür hatte ich echt nicht den Kopf frei – und anscheinend erhöhen nur Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen 😉

Egal – trotz Tigerkopf Stahlseilen sind jetzt einige Gefache zu. Und die restlichen schaffen wir auch noch, jawollja!

Vor dem Haus hat sich übrigens auch ein bisschen was getan: Die Zimmerleute haben das Gerüst abgebaut, da es im Moment nur im Weg ist. So gibt es jetzt auch mal wieder ein aktuelles Foto von der Straßenseite.

Die Plane verdeckt die fehlenden Gefache und Fenster, die beim Wechsel einer wurmzerfressenen Nadelholzschwelle entstanden sind. Uns gehen also die Lehmbaustellen (Lehmbau-Stellen? Lehm-Baustellen?) nicht so schnell aus.

Diese Woche gab es dann auch noch Post vom Landrat persönlich: Der Wetteraukreis ist doch nicht so klamm wie angenommen (schließlich haben wir ja auch 4.085 Euro für die Baugenehmigung überwiesen!) – wir bekommen tatsächlich fast den gleichen Betrag als Förderung. Allerdings sind daran x Bedingungen geknüpft, unter anderem müssen wir noch bis November 40.000 Euro für Schreinerarbeiten ausgeben und etliche Formalien erfüllen. Hoffentlich klappts, das Geld können wir echt gut brauchen…

4 comments to Dinner for One

  • Angelika

    Miss Sophie an James-Dirk Kirk – den Mann ohne Helmchen: trag doch einen solchen… schont dein Fellchen und erspart dir Dellchen. 😉
    Menno, du hast wirklich Beulen davongetragen und wirst immer mehr zum Helden der Arbeit.

  • Jetzt ist auch Dein gestriger Besuch beim Optiker absolut klar…. 😉
    Das Tiegerfell habe ich zwar nicht, könnte Dir aber einen abgespielten Plüschtiger auf die Bohle tackern. Bei Interesse bitte PM!

  • Ole

    Leute, ich macht das super! Immer weiter so! Sieht gut aus und das blöde Stahlseil bekommt auch noch sein Fett weg (und landet beim Schrotthändler irgendwann).

    Wofür braucht ihr einen Schreiner? Traditionell haben die Särge gebaut o__O;

    Liebe Grüße aus Eberholzen

  • […] vorbei. Und Rudolph als Transporthelfer, wir versprechen ihn auch nicht auf den Grill oder in den Dutch Oven zu […]

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