Fitnessstudio ist ein Dreck dagegen…

„Fitnessstudio ist Dreck dagegen“ habe ich die letzten Tage immer wieder gedacht. Ich hatte ja schon berichtet, dass ich Döspaddel beschlossen habe, das Loch im Vorgarten selbst aufzufüllen. Obwohl ich jeden Tag „Ruinchen-Fitness“ hinter mich gebracht habe, ist die Veränderung nur so-so.

Äh. Nee. Also so seh‘ ich nu‘ nich‘ aus. Das Ruinchen auch nich‘. Das ist ’nen Laden in Straßburg – sorry, das Foto musste ich einfach unterbringen 😉

Also nochmal: So vorher – So nachher:

 Ja, man sieht kaum einen Unterschied. Ich merk‘ den nur an Muskelkater, verdreckten Klamotten und 1000 mitleidigen Blicken von Passanten und Nachbarn. Nach der Aktion halten sie mich wohl für noch mehr ga-ga als vorher (und nein, für ga-ga hab ich kein Laden-Foto parat…). Aber immerhin kann man jetzt wieder halbwegs ebenerdig (no pun intended!im wahrsten Sinne des Wortes!) ins Haus kommen – eins der Ziele für den Tag des offenen Denkmals. Keine Ahnung was wir am TdoD zeigen können, im Moment sieht es noch sehr schlecht aus…

Und wie siehts im Gewölbe aus?

Auch da: So vorher – So nachher:

Im Untergrund ist der Unterschied deutlicher zu erkennen als auf den Fotos. Trotzdem: etliche Kubikmeter mit 20 Liter-Eimern rauszuschaffen ist doof suboptimal. Zur Zeit schaufle ich im Gewölbe sechs Eimer voll, hänge sie an sechs Seile mit Karabinern an den Enden, klettere aus dem Loch – und ziehe alle sechs Eimer nacheinander raus. Alle Seile wieder runter ins Loch, die Eimer und dann ich hinterher: Sehr dreckiges Fitnessstudio!

Für die pfiffige, bezahlbare Idee mit der wir tatsächlich die x Kubikmeter Erde-Lehm-Matsch-Steine da rauskriegen setze ich einen Kasten Licher oder Äppler. Das Ruinchen steht schließlich in der Wetterau, das trinken die Eingeborenen Bewohner hier 😉

Übrigens: Beim Artikel Tag des offenen Denkmals 2011 habe ich vorhin unter anderem den Artikel aus dem Holznagel angehängt. Viel Spaß beim Lesen!

[Nachtrag vom 30.8.]

Ich hab‘ heute mal „das Loch“ vermessen und ein bisschen experimentiert.

Links der Butzbacher Seiltrick, rechts dann der Leitertest:

Die Leiter ist knapp 4 Meter lang, 42cm breit und steht auf dem Lehm-Erde-Absatz, den ich als Eimer-Standplatz noch stehengelassen habe. Kommt der auch noch weg, müsste die Leiter (oder auch ein Förderband) wohl mindestens 5 1/2 Meter lang sein. Die schmalen Mörtelwannen passen grade eben auf der Leiter durchs Loch, für die breiten Wannen müsste ich das Loch verbreitern. Ich könnte also die Wannen auf der Leiter hochziehen – aber ob das so viel mehr bringt als mit den Eimern…?

7 comments to Fitnessstudio ist ein Dreck dagegen…

  • Julian

    Verdichtest du die einzelnen Schichten dann noch bevor du ganz fertig bist? Ich könnte mir vorstellen, dass man später mit einem Rüttler garnicht genug „Tiefenwirkung“ in die Verdichtung bekommt… Oder ist das Loch garnicht so tief?

    Grüße,
    Julian

  • Hallo Julian,

    das Loch ist schätzungsweise bis zu 1 1/2 Meter tief. Ich gebs zu: Bislang habe ich das Verdichten durch Draufrumtrampeln erledigt… außerdem werden – wenn wir bis dahin so weit sind – vermutlich etliche Besucher am Tag des offenen Denkmals drauf rumlaufen. Im nächsten Jahr kommen da wahrscheinlich Beete und co hin, dafür sollte das wohl ausreichen, oder siehst Du das anders?

    Viele Grüße

    Dirk

  • Hmm, für einen Kasten Bier werfe ich natürlich meinen Denkapparat an: Wie gross ist denn das Loch, durch dass der Schutt hindurch muss?

    Fragt Frank

  • Moin Frank,

    ich muss das mal genauer ausmessen, mal sehen wie grob ich mich verschätze: Ich vermute das Loch ist oben ca. 0,8m x 1,2m, vom „Sockel“ auf dem die Eimer zur Zeit stehen bis oben zum Loch ziehe ich ca. 3-4 Meter Seil raus. Vom aktuellen Bodenniveau hebe ich die Eimer etwa 1 Meter hoch; unter dem aktuellen Niveau kommen sicher noch 60 Zentimeter Erde/Lehm/Schutt/Goldschätze.

    Zur Zeit überlege ich unter anderem:

    a) bei eBay gebrauchtes Förderband kaufen, Fahrwerk abmontieren/abflexen und ins Loch schubsen; oben kommt der Anhänger oder Schubkarren drunter, unten wie ein Golem Erde aufs Förderband schaufeln

    b) Seilwinde (für Werkstatt etc.) kaufen, irgendwie am Hänger oder Anhängerkupplung befestigen; damit dann die großen Mörtelwannen aus dem Loch ziehen (heben geht nicht, da das Loch schräg nach unten verläuft)

    c) „Eingang“ weiter ausbuddeln, vielleicht liegen da ja noch irgendwo Stufen drunter?

    d) 20 Archäologie-Studenten davon überzeugen, dass sie unser Gewölbe wissenschaftlich untersuchen und dafür natürlich freilegen

    Drecksachen grübelnd,

    Dirk

  • Julian

    Hallo Dirk,

    wenn da nur Beete hinkommen, würde ich mir da keine großen Sorgen machen. Du könntest – was allerdings den Dreckfaktor erhöht – einfach alle paar Schichten mal richtig ordentlich wässern, das dürfte auch schon verdichtend wirken. Dann sackt dir das Beet später nicht ab – aber wenn da kein Fußweg, Einfahrt oder Hochhaus hinkommt ist verdichten sicher nicht die erste Sorge 🙂

    Grüße,
    Julian

  • Hab‘ den Artikel grad mal um ein paar Infos zum „Loch“ erweitert 😉

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