Es war einmal…

… in einer kleinen Stadt hinter den sieben Bergen, gleich schräg-links ab bei irgendwelchen Zwergen, ein kleines, windschiefes Häuschen, das es in den vielen Jahren seines langen Lebens nicht immer leicht gehabt hatte.

Besonders die letzten Jahre hatte es einsam und verlassen ein  trübseliges Dasein fristen müssen, war am Ende gar von unfreundlichen Menschenwesen mit einer Plane zugehängt worden, weil es niemandem mehr gefiel.

Still und leise weinte es in so mancher Nacht vor sich hin und hatte schon den Glauben und die Hoffnung auf bessere Zeiten aufgegeben.

Eines Tages im bitterkalten Winter des Jahres 2009 kam ein schon leicht in die Jahre gekommener, aber immer noch  hübscher Prinz 😉 durch den Schnee gestapft (sein schwarzes Pferd hatte er im Parkstall am Rande der kleinen Stadt abgestellt und das mit den Schimmeln ist eh immer überbewertet worden) und erblickte die Plane. Neugierig, was sich denn hinter diesem grauslichen Ding verbergen möge, warf er daheim seinen geheimnisvollen Zauberkasten an und sprach: „Rechner, Rechner, zeige mir: was verbirgt sich hinter ihr…“ .

„Mein Prinz, der Schock ist riesengroß: so schaut es aus, dein Alptraum-Schloß!!!“ antwortete der Zauberkasten und wurde ganz schwarz vor Schreck.

Dem Prinzen aber gefiel irgendwie, was er sah und so schickte er seinem Hausdrachen, der zu der Zeit auf einem Rundflug im Nachbarkönigreich unterwegs war, um frische Kröten für seinen Lebensunterhalt zu fangen, eine Brieftaube mit dem Bild des kleinen, windschiefen Häuschens.

Der Drache aber entbrannte in heißer Liebe zu dem Ruinchen, wie er es heimlich nannte, und weil der Prinz seinen Drachen lieber friedlich als knurrig sah, kaufte er das Häuschen für einen güldenen Taler.

Und nun leben alle friedlich und fröhlich vor sich hin:

Der Prinz, weil er sich im Lehm suhlen kann – was er viel lieber tut als sich in feine Kleider zu hüllen (außerdem drückt so eine doofe Krone gegen Nachmittag doch schon mal ganz ordentlich auf dem Haupt).

Das Häuschen, weil es endlich wieder auf eigenen Füßchen stehen und vorsichtig in die Sonne blinzeln kann.

Der Hausdrache, weil der Prinz so glücklich ist und bald ganz viel Platz sein wird für die Schätze, die der Drache hortet. Und weil er einen riesigen Hund bekommt, der drauf aufpaßt!!! *harhar* 😉

Puuuuuuuuuuuuuuuuuh, so hätte mir der Bericht der Märchendame aus dem Wetterauer Dingensblatt viel besser gefallen. Wenn sie denn schon manchmal Märchenquark schreibt in dem Bericht…

(Wenn man draufklickt, kann man den Bericht der Märchendame besser lesen…)

Danke aber auf alle Fälle für die prompte Artikelzusendung an unser Hänger-Groupie Michael. 🙂

Und nein: der Stadtführung hätten wir dich NIENICHT zugeordnet! Drachenehrenwort!!! 🙂

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