Kong-Fu-Fritz!

„Aiiiiiiaaaaaaah! Huaaaaa!“ *chop! wump! rupf!*

Wir nehmen uns selbstverständlich die Kommentare der genauso bekloppten Häuslebauer unserer Leser zu Herzen und liefern hiermit nach, was bisher passiert ist. (Wir sind ja nicht so!)

Also: Fritz hat neues Spielzeug, wie man oben sieht. Und: Frank ist Schuld! Der hat mir bei meinem Gastarbeitereinsatz das „Japanische Präzisionseisen“ in die Hand gedrückt und meinte schmunzelnd: „Jeder der das hier ausprobiert hat, hat’s sofort danach gekauft!“. Bei mir hat das nicht geklappt – ich habe einen Monat gebraucht bis zur Bestellung… Und da die Versandkosten die gleichen sind, egal ob man ein Spielzeug Werkzeug oder gleich mehrere bestellt, habe ich halt nicht nur das „Japanisches Präzisionseisen Länge 300 mm, Schaufel 49 mm, 375 g“ bei Dictum GmbH via Amazon bestellt, sondern auch die „Tischler Klappsäge Ishinoko 210“. Das erste hat sich beim Nägel-aus-Eichenbalken-Ziehen sehr bewährt, die zweite ist toll um Eichenholz-Dreikantleisten abzulängen. Klare Kaufempfehlung!

Aber wo liegt Fritz denn da? Auf einer OSB-Platte? Jau!  (NEIN! Nicht Ordo Sancti Benedicti, sondern Oriented Strand Board, also eine Grobspanplatte… Kinners!) (Nochmal Klammer auf: Kein Wunder, dass ich mir nie merken kann, wofür OSB-Platte steht…! Klammer zu. Basta!).

Bevor ich noch weiter abschweife: OSB-Platten liegen nun als erste Wohnzimmerboden-Schicht, damit niemand runterfällt in Küche oder Mehrzweckraum. Man könnte jetzt Wiener Walzer tanzen in unserem Wohnzimmer!

 (Ok, man würde sich dabei heftig die Birne einhauen am Querbalken, aber der soll noch hochgesetzt werden. Und ich hab mir beim Lehmsteine-Mauern den Kopf feste angehauen am zukünftigen Fenstersturz. Aua!)

Wir tun das alles für diesen wunderbaren Blick auf die Markuskirche – den hat sonst niemand 😉

11 comments to Kong-Fu-Fritz!

  • Julian

    Das Präzisionseisen erinnert mich an ein Stanley Fatmax Extreme FuBar (sic!)

    Aber bei mir tut auch ein 7,95 Euro Kuhfuß vom Baumarkt seinen Dienst … das FuBar o.ä. hätte ich zu Beginn der Bauzeit kennen müssen, wenn man noch gaaaanz viel kaputtzumachen hat 🙂

    Grüße,
    Julian

    PS:
    der Link zur Grobspanplatte ist defekt.

  • Moin Julian,

    danke für den Hinweis mit dem kaputten Link, ist gefixt. Und ja, das FuBar und das „Präzisionseisen“ funktionieren sehr ähnlich und wie ich finde deutlich besser als ein normaler Kuhfuß: Mit dem neuen Spielzeug kann man sehr viel schonender arbeiten, das Ding lohnt sich also auch wenn das Haus schon fertig ist und die Flächen aus denen die Nägel raus müssen heile bleiben sollen 😉

    Viele Grüße,

    Dirk

  • Und: Handwerkerin und Handwerker können einen kleinen Hammer benutzen, um den Nagelziehteil des Präzisionseisens vorsichtig unter den tief im Holz sitzenden Nagelkopf zu treiben. Prä-zi-sion! Das mache man mal mit einem Kuhfuss …

    Die Japaner haben’s eben drauf: Werkzeuge bauen und in Venedig bei Sonne Schirme tragen. Cool! 🙂

  • Bleibe auch lieber beim polnischen Haustürschlüssel.
    Das Präzisionseisen ist für echte Nägel zu klein und für Stahlstiftchen tut es die Kombizange genauso 😀
    Aber wir wollen jetzt nicht über Sinn oder Unsinn bei der Werkzeug- oder doch Spielzeugbeschaffung streiten. Jedes Werkzeug hat einen Sinn…. selbst ein Flaschenöffner!

  • @Michael: Aus reiner Neugier — hast Du das Präzisionseisen schon mal benutzt?

  • *lach* Ich hab doch gesagt, dass Frank auf der Mission ist, Präzisionseisen in jeden Werkzeugkasten zu bringen 😉

    @Frank: Ich drück Michael das Ding beim nächsten Besuch in die Hand und lass ihn fröhlich Nägel aus Eichenholz ziehen. Oder wir machen einen Nagel-Rauszieh-Wettbewerb: Sein polnischer Türöffner gegen das Wundereisen 🙂

    Übrigens bin ich gestern Abend noch im Wohnzimmer rumgeturnt und hab ein paar Fotos bei Nacht gemacht, zwei davon findet Ihr unter Eigene Hausfotos.

  • Au ja… Wettbewerbe finde ich immer toll (solange sie nicht in meiner Bude stattfinden) 😉
    Bei uns hat heute ganz überraschend der Danne Harmony seinen Einzug gehabt. Der macht jedenfalls mehr Spaß, als Nägel aus irgendwelchen Balken ziehen.

    @Frank
    Ja, habe ich.

  • Danny Harmony? Wow – wie kam das denn so plötzlich? Das ist übrigens einer der Kaminöfen, die ich auf der viel zu langen Liste möglicher Öfen habe. Nachdem Du mich durch Deine Hinweise komplett durcheinander gebracht hast, so dass ich erst mal alle Überlegungen die wir auf der Seite http://einhausbau.de/2011/03/feuer/ beschrieben hatten wieder komplett übern Haufen geworfen habe… Kamin-Aussuchen ist ja fast schwieriger als ein Auto zu kaufen und auszustatten!

  • @Michael: Dann, bist Du zwar kompetent, ich aber völlig verwirrt. Was für eine Kombizange benutzt Du? Das muss ein Wunderding sein! Wobei bei abgebrochenen Nägeln das Präzisionseisen natürlich völlig wertlos ist und ich dann auch zu einer älteren Kneifzange greife.

  • Angelika

    WAS?!?!?
    NOCH schwieriger als Auto konfigurieren?!?!?
    Menno: einfach schwarz, groß, chic, schnell und bequem.
    Sowohl Auto als auch Ofen!
    Das IST nicht schwierig!!!
    Und ich dachte immer, Frauen sind kompliziert, wenns ums Aussuchen und Kaufen geht.
    Wenn der Ofen auch drei Monate dauert – so wie vor drei Jahren das Auto – dann kommt da einfach nur ne Feuerstelle hin. So wie bei Neandertalers daheim.
    Ist auch warm und gemütlich. SO. 😉

  • Der DanSkan ist uns quasi nach- bzw. zugelaufen…. Schnäppchenalarm 😀
    Genieße gerade die 5 kW im Wohnzimmer.

    @Angelika
    Schwarz und schnell könnte in Zukunft etwas schwierig werden. Schwarz ja, aber schnell (Dirk nicht grummeln!)? Da fehlen jetzt bald 1.2l Hubraum 🙁
    Egal, nobel geht die Welt zu Grunde.

    @Frank
    Nee Du, mir geht´s gut. Bin doch eher der Mann für´s Grobe und da ist ein Klischeeheber (so nennt man das Ding in Europa) nicht meins. Knipex stellt ganz tolle Zangen (Kombi- wie auch Monierzangen) her und es gibt auch ganz tolle Nageleisen (Tove, Picard,…).

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