Nix ist richtig gut – oder ein Messebesuch

[Dieser Bericht ist ein Gastartikel von unserer rasenden Reporterin Anja – vielen herzlichen Dank!]

Ich wurde aufgefordert, einen Messebericht über die Light & Building abzuliefern. Na gut, dann werde ich mal als Laie meine Entscheidungsfindung in punkto Hausautomatisierung beschreiben! Da Gira grosszügig war und Freikarten an alle Interessierten verteilte, begaben wir uns daher zu Beginn zu Halle 11. Auf dem Weg dorthin blieben wir noch bei elcom hängen, einer Firma die sich auf Türoffnungssysteme spezialisiert hat und gleich alles anbietet inklusive Fingerprintscan. Dieser funktioniert aber nur mit einer Wischbewegung, die nicht ganz so überzeugte. Da aber sein Metier die eigene Fertigung von Metallfronten bei Aussenanlagen ist, sollte jeder der besonderes sucht ihn im Hinterkopf behalten.

Gut, Gira…. ein riesengroßer Stand mit allen möglichen Erläuterungen, allen möglichen Schaltern und… Ja, eigentlich wollte ich über Sinn und Unsinn von Hausautomatisierung diskutieren. Aber das war kaum möglich, weil alle Berater vollkommen in Beschlag genommen waren. Aber es blieb ja noch immer der haptische Test aller möglichen Schalter. Und da versagte Gira. Alles war labberig oder wackelig. Die Kippschalter der KNX-Schalter kippelten sowohl in der gedachten Rechts-Links-Richtung als auch nach oben und unten.  Aber die Touchscreens waren sehr intuitiv zu bedienen. Was überzeugte war die Bildqualität der Türöffnungssysteme. Auch der Fingerscanner überzeugte durch einfache Handhabung.

Nächster Stand: Einsam auf dem Gang hingen dort Schalter, die ein wenig Retrodesign darstellen sollten. Aber kaum angefasst, waren wir fast begeistert über das exakte und deutliche Reagieren der Wippschalter. Und die Variante einen Metalliclook in Kunststoff hinzukriegen sah auch gut aus. Es gab sogar Rahmen aus Marmor oder Granit – und sofort sahen wir da jemanden seine Schieferplatten hervorkramen…. Wir waren am Stand von peha, Honeywell angekommen. Ganz besonders fiel uns eine USB-Steckdose ins Auge. Im ersten Moment sehr überzeugend, da sie im Standby-Betrieb wirklich keinen Verbrauch hat. Aber im zweiten Moment überlegten wir uns, wie lange wirklich noch mit dem klassischen USB-System noch geladen wird. Schliesslich ist dieser Standard doch allmählich sich selbst am überleben.

Der nächste große Stand: Jung. Und wieder sorgten wir dafür, dass abends ganz viel Glasreiniger zur Vernichtung unserer Fingerspuren benötigt wurden. Aber hier machte es richtig Spaß alle Schalter anzufassen: hier stimmte irgendwie alles: die Materialien, die Formen und die Verarbeitung. Für Metallliebhaber waren sehr viele Messingvarianten dabei. Sogar eine geschwärzte, die gar nicht mehr nach Gelsenkirchener Barock aussah.

Zu guter letzt mussten wir noch auf den Stand von Busch-Jäger. In punkto Hausautomatisierung erlernten wir nichts neues. Aber beim Punkt Türsysteme mussten wir feststellen, dass die neuen Kameras dort viel kleiner und eleganter aussehen und ein ebenso gutes Bild liefern. Aber da Busch-Jäger erst seit letztem Jahr überhaupt mit Busch Welcome ein Türoffnungssystem im Programm haben, gibt es noch keine „Spielereien“ wie Fingerscanner oder dergleichen. Die Auswahl an Schaltersystem ist nicht sehr gross, aber es gibt eine grosse Auswahl an Farbkombinationen in sehr aktuellen Farben, die wirklich mal was Neues darstellten. Auch wieder hier der Test: die Schalter fielen zumindest nicht durch. Nein, das ist zu negativ: sie reagieren gut und eindeutig auf Fingerdruck. Dagegen war das Touch Control Panel gewöhnungsbedürftig, weil es nur sehr langsam reagierte auf Fingerzeig. Dies mag bei Umprogrammierungen von Lichtszenen gut sein, wenn man nicht bei jedem Fingerwisch gleich alles ändert. Aber beim Aufrufen der Videokamera des Türsystems wäre eine schnellere Reaktion des Systems schon etwas besser.

Danach hatte ich aber genug und musste dann in Halle 1.2. und fand meine neue Lieblingsschreibtischlampe von meinem Lieblingslampendesigner (die LED-Tapete ist ja leider zu teuer….):

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