Einen Horror-Film…

… drehen wir ja in unserem Leben nun wirklich nicht.

Aber wenn ich mal wieder darüber staune, wonach Leute in den Weiten des Internet suchen und dabei auf unsere Seite stolpern, dann frage ich mich – nicht zum ersten Mal – und mit wachsendem Erstaunen: IST unser Leben vielleicht ein Horror? 😉

Kleiner Auszug aus den aktuellen Such-und Finder-Spielchen:

Mutanten Nägel

Pflaster Fetisch

Wurzeln im Haus

Wie viel Krat [sic!] solls am 27 werden

Hm, wenn ich so darüber nachdenke, dann könnten wir wirklich einen Gruselschocker draus machen…

„Donggggg, dongggg, donggggg… der dumpfe Schlag der Standuhr in der dunklen Halle läßt Lord Dörk in seinem Ohrensessel aufschrecken. Mitternacht – Geisterstunde… und das alte Gemäuer, die Heimstatt seiner Vorfahren, erwacht zu neuem, aber gespenstischen Leben.

Lord Dörk erinnert sich mit Grausen an sein Tagwerk: hunderte von Nägeln schlug er kraftvoll ins morsche Gebälk, um seine Heimstatt vor weiterem Verfall zu schützen. Aber sehen diese kleinen metallenen Burschen, diese Nietchen vor dem Herrn, das ebenso? Oder empfinden sie die harten Schläge mit dem schweren Hammer als persönliche Demütigung? Als Kopfnüsse ? Oder gar als Angriff auf ihre Nagelwürde?

In seinen wirren Gedanken zwischen Wachen und Dösen entwickeln sie sich zu Mutantennägeln. Eine ganze Armada grauenhaft verbogener Nagelkrieger marschiert dröhnend und scheppernd auf ihn zu, um seinem irdischen Dasein ein jähes Ende zu bereiten! Doch haben sie nicht mit den Wurzeln im Haus gerechnet, die sich windenden Schlangen gleich wie Fallstricke um die Nagelarmada kringeln, sie zu Fall bringen und so das Haus Dörk vor dem Untergang retten!

Jubelnd will Lord Dörk seine Hände in die Höhe reißen, als ihm jäh bewußt wird, das Lady Angeline auf der Galerie zum Wohnzimmer steht und ihn verwirrt mustert. Sich seines bislang verheimlichten Fetisches bewußt werdend und mit panischem Blick auf die inzwischen 34 Pflaster an seinen schmalen Händen, langen Fingern und sehnigen Armen verkneift er sich in letzter Sekunde diesen Wahnsinns-Gefühlsausbruch und haucht mit fast versagender Stimme: „Wie viel Krat solls am 27. werden?“Worauf Lady Angeline sich mit Tränen in den Augen und einem stumpfen Messer spontan entleibt *pieks* <— *aua* und eindrucksvoll zu Boden geht *watsch*<— *noch mal aua*. „

Sie wollen wissen, warum Lady Angeline das tat?

Sie wollen wissen, wie es hier weitergeht?

Schauen Sie einfach wieder mal vorbei, wenn es demnächst heißt: „Dachpfannen greifen an oder wie der Biber seinen Schwanz verlor“.

5 comments to Einen Horror-Film…

  • Das Foto habe ich grad heute zufällig geknipst – es zeigt ein paar der „Schätze“, die ich in der letzten Zeit im Ruinchen gesammelt habe. Daraus wird vielleicht irgendwann mal eine Collage 😉

  • Ole

    Ich hatte eine ähnliche Idee allerdings schwebte mir eher ein Glaskasten oder so eine Art von Hängevitrine wie die Modellbahn-Fetischisten haben vor. Dort dann ein paar Nägel, Scherben, Tapeten usw. unterbringen – das ist bestimmt interessant. Vermutlich so 1 bis 2 Jahre und dann können wir den Mist nicht mehr sehen 😀

    Grüße,

    Ole.

  • Vielleicht könnte man ja auch einen Fachwerk-Einblick wie hier: http://einhausbau.de/2012/04/1001-einblick-fensterln-anders/ mit der Sammlung verbinden?

  • Michael

    Lord Dörk????
    Etwas zu viel mit Lösungsmitteln gearbeitet 🙂

  • Angelika

    *hust* – äh, nein. Ich mußte doch bei Deiner Verena einen Schnappes verkosten… DAS sind dann bei mir die Folgen. 😉

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