Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Bisher gingen die Besucher am Tag des offenen Denkmals über Schalbretter oder Rindenmulch ins Haus – das sollte dieses Jahr endlich anders werden. Aber auch sonst ist es nicht ganz unpraktisch, weniger Dreck vom „Weg“ ins Haus zu tragen… Im „Vorgarten“ liegt altes Kopfsteinpflaster, da bietet es sich an es für den Weg zu verwenden. Dank Tipps und tatkräftiger Unterstützung von Nachbarn (danke Markus!), Anleitungen aus dem Internet und Youtube-Videos war das ganze nicht so schwer.

Schritt eins: Weg ausheben – das gab mal eben zwei Tonnen Aushub für das kurze Stückchen. Dann mit dem Wegplattklopper – was das ist kriegen wir später – fröhlich und halbwegs koordiniert auf dem Boden rumstampfen. Das gibt das „Planum“ und schräge Blicke von Nachbarn. Normale Leute machen so was nämlich mit einer Rüttelplatte oder lassen das alles gleich ganz vom GaLaBauer erledigen.

Schritt zwei: Kleine Randsteine 100x15x5 tief einsetzen, ausrichten und mit Betonestrich fixieren. Die Randsteine dienen nur zur Befestigung des Kopfsteinpflasters und sind später nicht mehr zu sehen.
Wegrandbegrenzungssteine

Schritt drei: Eine Tonne Basalt-Edelsplit 2-5 besorgen und mit Markus Hilfe in einen Big Bag im Vorgarten umfüllen (hoffentlich veröffentlicht Lutz das Foto nicht…). Einen Teil vom Split verteilt und los mit dem Kopfsteinpflasterpuzzle:
KopfsteinplasterpuzzleSchritt vier: Nach dem Einschlämmen mit Split noch etwas Fitness mit dem Wegplattklopper – offiziell „Betonstampfer“ – langsam verstehen die Nachbarn warum ich mit einem grünen Etwas übers Grundstück poltere und schnaufe.

WegplattklopperDamit das Kopfsteinpflaster nicht auch grün wird – und es nicht zu sehr knallt – habe ich die Gummi-Fussmatte untergelegt. Funktioniert gut!

Á propos „grün“: Hier noch das Beweisfoto vom grünen Briefkasten mit Emaille-Namensschild und Klingel.

Briefkasten und KlingelDie Klingel geht auf einen 1-Wire Eingang im Keller, damit wird über das WireGate auf eine KNX-Gruppenadresse gesendet – und dann schaltet ein MDT Schaltaktor eine Steckdose, an der eine uralte 220V Klingel hängt (die heute noch gut mit 230V funktioniert). Ja, das ist ein klein bisschen umständlich. Und irgendwas habe ich wohl noch falsch verschaltet, es klingelt also nicht immer – dafür könnte ich aber zum Beispiel aus Timbuktu sehen, ob gerade jemand klingelt… 🙂

[Nachtrag im Juni 2016]

Viele Monate später habe ich auch den Weg zwischen Haus Nr. 5 und meinem Haus fertig aufgebaut – nachdem ich fast alle Nachbarn angebettelt habe, ob sie noch altes Kopfsteinpflaster haben. Und das hat tatsächlich geklappt 😉 Mit den allerletzten Reststücken habe ich das Stück unter dem Brennholzregal gepflastert, da schaut hoffentlich so schnell niemand genauer nach…Vorher musste ich aber einige Anhängerladungen Bauschutt wegfahren, die in den letzten 30-100 Jahren zwischen den Häusern abgekippt wurden. Und danach wieder sehr viel Split schaufeln, da ich doch etwas zu viel Bauschutt und Dreck weggebuddelt hatte.

Fotos gibt’s davon noch nicht, da Mülltonnen und Fahrrad schneller eingezogen sind als gedacht 😉

1 comment to Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

  • Maharet

    Sieht richtig gut aus der Weg! Und was das ausmacht im „Gesamteindruck“! Ich bin schwer begeistert.
    Sicher auch ein grandioses Rückentraining gewesen 😉

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